Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven - Maritime College
Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven  -  Maritime College

1. Die Geschichte der Staatlichen Seefahrtschule Cuxhaven
bis zum 75-jährigen Jubiläum im Jahr 2003

Die Hafenstadt Cuxhaven hat seit dem 14. Jh. sowohl als Ausgangspunkt für die Lotsentätigkeit als auch als Liegeplatz für Seeschiffe Bedeutung. Daher wurde schon früh eine nautische Ausbildungsmöglichkeit für die Lotsen und für die Seeleute der im Winterhafen liegenden Schiffe angestrebt.

Die Grundlage für eine solche Bildungseinrichtung wurde bereits im Jahre 1826 durch den Lehrer Rensch geschaffen, welcher in einem Haus in der Nähe des Hafens Navigationsunterricht erteilte. Neben Navigation standen damals die Fächer Algebra, Trigonometrie und Geometrie auf dem Stundenplan.

Im Jahre 1835 war es dem damaligen Rektor der höheren Bürgerschule, Dr. Danzel, aufgrund gravierender Kenntnismängel seitens der Lotsenschüler und Fahrensleute ein wichtiges Anliegen, eine Navigationsschule zu errichten. Diese sollten durch gezielten Unterricht dahin gebracht werden, sich selbst helfen und anderen bei ihren Vorbereitungen für den Besuch der seit 1749 bestehenden Hamburger Navigationsschule dienlich sein zu können. Damals war dieser Vorbereitungsunterricht ein notwendiger Bestandteil der theoretischen Nautikerausbildung. Die Schüler wurden nicht in geschlossenen Klassen bis zur Prüfung geführt, sondern wurden im Einzel- und Gruppenunterricht gesondert angesprochen. Durch intensive Mitarbeit sowie selbständige Vor- und Nachbereitung des Stoffes konnte die Navigationsschulzeit individuell abgekürzt werden; der Unterschied zwischen privater Vorbereitung und Unterricht war also noch wenig ausgeprägt. Der Versuch des Amtmannes Meier im Jahre 1836 die Schule zu einer staatlichen Einrichtung zu machen gelang nicht, sie blieb weiterhin eine Privatschule mit staatlicher Unterstützung. Seit dem Jahre 1863 wurden die Seemannskandidaten auf Vorschlag des Amtmannes Kirchenpauer in einem zweijährigen Kursus mit wöchentlich zwei Wochenstunden von dem Lehrer Remm auf den Besuch der Hamburger Navigationsschule vorbereitet. Dieser Unterricht fand erst mal nur bis zu Beginn der siebziger Jahre statt, wurde dann aber in den Jahren 1912/13 durch einen Lehrer der Hamburger Schule wieder aufgegriffen.

 

Der neue und letzte Anstoss zur Wiedereröffnung der Seefahrtschule Cuxhaven ging von der Fischerei aus, als im Jahre 1908 mit der Gründung des Seefischmarktes eine schnelle Entwicklung der Stadt zu einem der bedeutendsten deutschen Fischereihäfen einsetzte. Zwischen 1908 und 1926 stieg die Zahl der in Cuxhaven beheimateten Fischdampfer von zwölf auf hundert, was ein stetes Anwachsen der in der Fischerei tätigen seemännischen Bevölkerung und somit einen laufenden Bedarf an nautischen und technischen Patentinhabern mit sich brachte. In den zwanziger Jahren wurde der Wunsch nach einer Wiedereröffnung der Seefahrtschule immer dringender, zumal auch die Prüfungsordnung von 1925 die private Vorbereitung auf eine nautische Prüfung als nicht ausreichend bezeichnete. Der Schulbesuch wurde für alle Patente von A 2 und B 2 an aufwärts obligatorisch. Im Jahre 1928 erreichte der damalige Fischereidirektor Meinken, dass eine Zweigstelle der Seefahrtschule Hamburg in Cuxhaven eingerichtet wurde. Die hauptamtliche Lehrkraft, Kapitän Lindemann, führte abwechselnd einen B 2/ B 4 und einen B 5- Lehrgang durch. Für den zusätzlichen Unterricht in Gesundheitslehre war lange Zeit Dr. med. Friedrich Winckler zuständig.

Nach dem Tode von Kapitän Lindemann wurde Kapitän Kiesewetter, damals Studienrat an der Hamburger Seefahrtschule, 1935 mit der Durchführung der nautischen Lehrgänge in Cuxhaven beauftragt. Seinen Bemühungen und Beziehungen verdankt die Schule einige Verbesserungen in Bezug auf Ausstattung und Unterbringung. Zunächst gelang ihm die Einrichtung eines zweiten Lehrganges, so dass ein Steuermannskurs und ein Kapitänskurs gleichzeitig angeboten werden konnten. Nach der Angliederung der Cuxhavener Seefahrtschule an die in Wesermünde wurde im Jahre 1937 als zweite Lehrkraft Kapitän Kumm aus Wesermünde nach Cuxhaven versetzt. Die Prüfungen nahm seitdem der damalige Direktor in Wesermünde, Kapitän Dittmer, ab. Außerdem bekam die Schule 1938 eigene Räumlichkeiten am Seedeich mit freiem Blick auf die Elbmündung.

Der Kriegsausbruch machte dieser Entwicklung ein Ende. Während der folgenden Jahre wurde der Unterricht zwar mit einem Lehrgang durch Kapitän Kumm weitergeführt, doch das gesamte Material ging verloren.

 

Im Jahre 1949 baute Kapitän Kiesewetter mit Hilfe der Cuxhavener Fischerei die Schule wieder auf, und gemeinsam mit Kapitän Brockert aus Leer konnte er wieder zwei Kurse gleichzeitig anbieten, bis er 1953 in den Ruhestand trat. Unter seinem Nachfolger als Schulleiter, Kapitän Wiese, wurde der Ausbau der Schule fortgesetzt. In den folgenden fünf Jahren wurden zahlreiche Lehrmittel und Geräte für die technische Navigation angeschafft und das Kollegium wurde auf sechs Lehrkräfte erweitert, so dass im Schichtunterricht fünf verschiedene Lehrgänge angeboten werden konnten. Trotzdem konnte nur ein Teil der zahlreichen Bewerber für einen Kursus angenommen werden. Der Mangel an nautischen Nachwuchskräften der Fischerei und der Frachtfahrt hielt weiter an.

Durch Umwandlung der bisherigen Stelle des Schulleiters in eine Direktorstelle erreichte die Schule im November 1959 auch in Bezug auf Prüfungen ihre Eigenständigkeit.

Der Schwerpunkt des Ausbildungsprogramms lag in den ersten Nachkriegsjahren hauptsächlich auf den Patenten der Fischerei. Obwohl zeitweise parallel dazu zwei Steuermannslehrgänge liefen, konnte der Mangel an nautischen Patentinhabern in der Hochseefischerei noch nicht behoben werden.

In den Jahren 1958 und 1959 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Forts Grimmershörn der seit 1953 geplante Neubau des Schulgebäudes errichtet, wodurch der jahrzehntelangen behelfsmäßigen Unterbringung mit Raumnot und Schichtunterricht ein Ende gesetzt wurde. Von nun an fand die technische Ausbildung in zahlreichen Spezialräumen statt, welche vor allem in den Fächern Nautik und Seemannschaft einen sehr praxisnahen Unterricht ermöglichten. Vervollständigt wurde das Raumangebot durch ein Manövrierbecken für selbstfahrende Modellschiffe sowie ein kleines Planetarium.

Die neue Schiffsbesetzungs- und Ausbildungsordnung aus dem Jahre 1970, die Bestimmungen über Errichtung und Betrieb von Fachschulen Seefahrt vom 15. März 1974 des Niedersächsischen Kultusministeriums und das Niedersächsische Schulgesetz aus dem Jahre 1975 setzten neue Maßstäbe und führten zu einem erweiterten Angebot an Studien- und Ausbildungsgängen.

In den folgenden Jahren wurden folgende Studiengänge zu einer festen Einrichtung:
- Studiengang AM (4 Semester): Kapitän und nautischer Schiffsoffizier, Mittlere Fahrt
- Studiengang CT (4 Semester): Schiffsbetriebstechniker/ technischer Schiffsoffizier, ein begleitender Lehrgang zur Erlangung der Fachhochschulreife
- Studiengang BG (4 Semester): Kapitän und Schiffsoffizier in der Großen Hochseefischerei
- Studiengang AM (2 Semester): Kapitän und nautischer Schiffsoffizier, Durchstieg/ Mittlere Fahrt
- Zwei Studiengänge CT (3 Semester): Schiffsbetriebstechniker/ technischer Schiffsoffizier, Durchstieg
- Studiengang AK (3 Semester): Kapitän und nautischer Schiffsoffizier auf Kleiner Fahrt
- Studiengang Cma (2 Semester): Seemaschinist/ technischer Schiffsoffizier
- Fachschulreifelehrgang (1 Semester) für AK-, BG- und Cma- Patentinhaber.

 

2. Stellung und Aufgaben einer Fachschule “Seefahrt”
Fachschulen Seefahrt stehen im Bereich der Erwachsenenbildung an der Nahtstelle zwischen dem Bildungssystem und dem Beschäftigungssystem in den beiden Wirtschaftszweigen Seeschiffahrt und Hochseefischerei. Ihr Bildungsauftrag ist es demzufolge Schiffsoffiziere auszubilden, die ihren vielfältigen Berufsaufgaben gewachsen sind. Die technologische Berufsbildung muss durch eine fundierte Allgemeinbildung ergänzt sein, da die Schiffsoffiziere neben der techno- ökonomischen Aufgabe des Transportes von Menschen und Gütern über See bzw. des Fischfanges auch eine Aufgabe zur Führung ihrer Mitarbeiter haben. Sie sollen die Befähigung erlangen gesellschaftliche und soziologische Zusammenhänge zu erkennen, um sachgerechte Entscheidungen zu treffen sowie die Freizeit an Bord sinnvoll zu nutzen.

Fachschulen Seefahrt sind technische Bildungsstätten, und als mit dem Beginn der maschinenbetriebenen Seeschifffahrt und Fischerei die Technik verstärkten Einzug hielt, wurde in der arbeitsteiligen Entwicklung neben dem nautischen Schiffsoffizier auch die Berufspersönlichkeit des technischen Schiffsoffiziers erforderlich.

Der Begriff der Fachschulen Seefahrt entstand mit der Zuordnung der Ausbildung für den Erwerb der Befähigungszeugnisse zum Kapitän auf Großer Fahrt und zum Schiffsingenieur in den Hochschulbereich. Sie bilden Führungskräfte aus, die in der Bordhierarchie nur Vorgesetzte in leitenden Funktionen sind, woraus sich für die Laufbahnen des Kapitäns auf Mittlerer Fahrt und des Schiffsbetriebstechnikers die Forderung nach der Zulassungsvoraussetzung eines Mittleren Bildungsabschlusses ableitet. Die Abschlussprüfungen haben neben der Beurteilung über den Erwerb schulischer Kenntnisse den Charakter einer Berufseingangs- und Eignungsprüfung, denn der Staat stellt aufgrund seiner Verantwortung für die Verkehrssicherheit nur dann ein Befähigungszeugnis aus. Somit übernehmen die Prüfungsausschüsse eine beachtliche Kontrollverantwortung und da alle, auch die allgemeinbildenden, Unterrichtsfächer in unmittelbarem Zusammenhang mit der Berufstätigkeit stehen, müssen auch in allen Fächern mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. Lernziele, Lerninhalte und Leistungsbeurteilung sind objektiv allein an den beruflichen Erfordernissen ausgerichtet.

Da die Tätigkeiten an Bord neben theoretischen Kenntnissen auch praktische Erfahrungen erfordern, bestehen die Laufbahnwege der technischen und nautischen Schiffsoffiziere aus Ausbildungsabschnitten auf dem Schiff und anderen an der Fachschule Seefahrt.

Diese duale Ausbildung macht flexible, ständig mit der Seefahrtpraxis in Verbindung stehende Lehrkräfte und eine der technischen Entwicklung der Schifffahrt und Fischerei laufend angepasste Ausstattung zu den Grundpfeilern der Fachschulen Seefahrt.
 

3. Die Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven-
eine Fachschule “Seefahrt” mit Qualitätsmanagementsystem

Die Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven ist eine Fachschule für die Ausbildung von Schülern zum Erwerb der Befähigungszeugnisse “Nautischer Wachoffizier- NWO” und “Technischer Wachoffizier- TWO” nach aktuellen nationalen und internationalen

Richtlinien. Die Ausbildung wird durch qualifiziertes, pädagogisch ausgebildetes Personal durchgeführt, welches mindestens das von den Schülern angestrebte Befähigungszeugnis besitzt. Die Vermittlung der Lerninhalte erfolgt durch pädagogisch methodisch strukturierten Unterricht, wobei theoretisch und praxisorientiert so ausgebildet wird, dass die Absolventen eine solide Grundlage für ihren weiteren Ausbildungs- bzw. Berufsweg erhalten. Um diese Politik zu erreichen, stehen alle Lehr- und Verwaltungskräfte in ständigem Kontakt mit Schülern, Behörden, Reedereien, Werften, maritimen Zuliefererfirmen und interessierten Kreisen.

Im Dezember des Jahres 2001 hat die Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven nach 1 ½ Jahren intensivster Vorbereitungen ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt, welches von der Germanischen Lloyd Certification Hamburg geprüft und für gut befunden wurde.

In der Zertifizierung vom 17.12.2001 heißt es wörtlich, dass “...Die Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven für den Geltungsbereich Durchführung von Lehrveranstaltungen sowie die Abnahme von Prüfungen gemäß der Verordnung über berufsbildende Schulen (BbS- VO) unter besonderer Berücksichtigung der STCW- Forderungen für die Ausbildung von nautischen und technischen Patentinhabern ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt hat und anwendet.”

Für die Seefahrtschule bedeutet das, dass nach einer Analyse der gesamten Tätigkeit und einer teilweisen Angleichung an internationale Standards eine Qualitätspolitik und Qualitätsziele festgelegt wurden, welche in einem Managementhandbuch festgeschrieben sind. In Verfahrensanweisungen sind detaillierte Festlegungen von Prozessen wie beispielsweise Verantwortlichkeiten, Zulassung von Schülern, Haushalt und Semesterplanung dargestellt. Dadurch ist die Arbeit transparenter geworden und die Unterrichtsleistung wird von den Schülern regelmäßig mit Hilfe eines Formulars bewertet. Die erreichten oder nicht erreichten Ziele werden jährlich in einem sogenannten “Management- Review” im Rahmen einer Gesamtkonferenz aufgearbeitet und für das nächste Jahr neu festgelegt. Auch Korrekturen und ständige Verbesserungen werden in diesem Zusammenhang gemeinsam durchgeführt.

Die festgelegten Qualitätsziele sind folgende:

1. Das Lehrpersonal wird entsprechend den Erfordernissen in der maritimen Wirtschaft regelmäßig geschult.

2. Zur Stützung des theoretischen Unterrichts werden notwendige Lehrmittel eingesetzt: z.B. Simulatoren, Schulschiff, Lehrmodelle, Computer, Literatur, reale Maschinen und Anlagen.

3. Die oberste Leitung und das Lehrpersonal pflegen einen intensiven Kontakt zu den Arbeitgebern der Schüler (Reedereien und Firmen in der maritimen Wirtschaft).

4. Die Kommunikations- und Teamfähigkeit der Schüler wird insbesondere gefördert durch z.B. Schulungsfahrten, Exkursionen, Gruppenarbeit, Praktika etc.

5. In allen Unterrichtsfächern wird die Fachsprache “Englisch” gefördert

6. Die Schule ergreift alle nötigen Maßnahmen zur Standortsicherung.

Für die Einstellung von Personal gelten die einschlägigen Bestimmungen des Landesrechts. Die Bezirksregierung Lüneburg stellt im Einvernehmen mit der Schule sicher, dass sämtliches Lehrpersonal für die zu leistenden Aufgaben geeignet ist. Die Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven kann Vorschläge für die Einstellung erarbeiten, die Entscheidung trifft aber die Bezirksregierung. In einer Kompetenz- Übersicht ist pro Lehrkraft festgelegt, wie die geforderte Kompetenz im Einzelnen nachgewiesen wird. Diese wird abschließend durch den Schulleiter geprüft und bestätigt. In der Laufbahnverordnung für Seefahrtlehrer sind Mindeststandards definiert, wie Kompetenzen geprüft und aufrecht erhalten werden können.

Im Rahmen ihres Arbeitsauftrages stellt die Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven fest, in welchen Bereichen ein Schulungsbedarf von Mitarbeitern besteht. Es werden jährlich Schulungspläne durch den Schulleiter unter Mitwirkung der Konferenzen aufgestellt und die Wirksamkeit von durchgeführten Schulungsmaßnahmen wird beurteilt. Die Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte wird unter Berücksichtigung des niedersächsischen Schulgesetzes durchgeführt. Durch jährliche Mitarbeitergespräche stellt der Schulleiter sicher, dass alle Mitarbeiter sich der Bedeutung und Wichtigkeit ihrer Tätigkeit bewusst sind und wissen, wie sie zur Erreichung der Qualitätsziele beitragen können.

Die Seefahrtschule Cuxhaven befindet sich direkt an der Elbe in einem staatlichen Gebäude mit ausreichend Labor-, Klassen- und Sozialräumen. Sie stellt den Fachschullehrgängen Nautik und Technik Unterrichtsräume, Laborräume, Simulatoren, Arbeitsräume und die notwendigen Hilfsmittel wie audiovisuelle Medien, Rechner Programme, Kopiergerät und Telekommunikationseinrichtungen unter Aufsicht zur Verfügung. Fachliteratur wird durch die Schüler besorgt und teilweise in der Bibliothek der Schule zur Einsicht bereit gestellt.

Im Schulgebäude befinden sich im Einzelnen:
- Fachräume für Seemannschaft, Seekartenübungen, Motorenkunde, Arbeitsmaschinen und Anlagentechnik, Physik und weitere Unterrichtsräume
- Fachraum für Medien
- Wärmekraftlabor
- Schiffsbetriebszentrale mit Demonstrations- und Übungsbrücke
- Labor für Manöverkunde
- Labor für Arbeitsmaschinen und Anlagen
- EDV- Labor mit 12 Schülerarbeitsplätzen
- Labor für Betriebsstoffe und chemische Grundlagen
- Labor für Elektrotechnik und Automation
- Labor für Leittechnik
- Labor für Kommunikationstechnik
- Lehrerzimmer, Sekretariat und Direktorendienstzimmer
- Präsensbibliothek
- Kopierraum

Für die Durchführung des nautischen und technischen Fachschullehrgangs wird eine den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende Arbeitsumgebung gesichert. Dies betrifft insbesondere die Größe der Dienst- und Arbeitsräume, Temperatur, Geräuschpegel, Beleuchtung, Sauberkeit und Hygiene.

Der Lehrbetrieb wird an der Staatlichen Seefahrtschule Cuxhaven nach der Struktur eines “Input- Output- Systems” geplant. Unter Berücksichtigung der Kundenwünsche (Schüler, Reedereien,...), der technischen Entwicklung, der Schulgesetze und Verordnungen, des Curriculums, der Versetzungs- und Prüfungsordnung sowie der Anmeldungszahlen und des Bedarfs an Mitteln, Räumen, Anlagen und Personal wird das Lehrangebot vor Beginn des jeweiligen Semesters vom Schulleiter und der Fachkonferenz entworfen. Dabei werden die Unterrichtsfächer und Fachlehrer für die einzelnen Klassen festgelegt und ein Teil der Lehrkräfte wird für besondere Funktionen oder für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen freigestellt.

4. Das Lehrangebot an der Staatl. Seefahrtschule Cuxhaven
Das grundständige Lehrangebot der Schule umfasst, wie bereits erwähnt, die Fachschullehrgänge “Nautik- A-, nautischer Wachoffizier” und “Technik- C-, technischer Wachoffizier”. Die Lehrgangsdauer beträgt 4 Semester und die Absolventen beider Lehrgänge erhalten als Abschluss einer zweijährigen Fachschule den Titel “Staatlich geprüfter Techniker”.

Im Einzelnen können durch eine Ausbildung an der Schule folgende Befähigungen erlangt werden
- Kapitän
- Kapitän –Nationale Fahrt-
- Kapitän in der Großen Hochseefischerei
- Kapitän in der Kleinen Hochseefischerei

- Kapitän in der Küstenfischerei
- Leiter der Maschinenanlage –alle Leistungen-
- Schiffsmaschinist bis 750 kW
- Ausbildung zum Schiffsbetriebstechnischen Assistenten/ Assistentin (Nautik/ Technik/ Fischerei)

4.1 Die Ausbildung über den Schiffsbetriebstechnischen Assistenten (SBTA)
zum Kapitän oder zum Schiffsbetriebstechniker

Hierbei handelt es sich um einen  Ausbildungsgang, der in Zusammenarbeit mit den niedersächsischen Seefahrtschulen und den Reedereien entwickelt wurde. Damit ist auch den Realschulabsolventen die Möglichkeit gegeben durch betreute Ausbildung zum zukunftsorientierten Beruf des Kapitäns in der deutschen und internationalen Seefahrt innerhalb von 5 Jahren aufzusteigen. Die Ausbildung ist sehr fundiert und intensiv und führt aufgrund einer engen Kopplung von Theorie und Praxis zu einer frühzeitigen Verantwortungsübernahme.

In einem 2jährigen Bildungsgang wird technisch- und seefahrtinteressierten SchülerInnen eine berufliche Grundbildung auf breiter Basis vermittelt, mit dem Ziel anschließend ein Studium an einer Fachschule Seefahrt beginnen zu können.

Die Ausbildung zum SBTA erfolgt an Fachschulen Seefahrt in Verbindung mit den Berufsbildenden Schulen und begleitenden Praktika an Bord von Schiffen. Theoretische und praktische Ausbildung stehen gleichwertig nebeneinander, wobei in den theoretischen Unterrichtsanteilen neben allgemeinbildenden Fächern überwiegend fachrichtungsbezogene Lerninhalte vermittelt werden. Die Ausbildung schließt mit schriftlichen, mündlichen und fachpraktischen Prüfungen ab.

Die Berufsfachschullehrgänge zum/ zur SBTA haben sich an der Staatlichen Seefahrtschule Cuxhaven zu einem etablierten Lehrgang entwickelt. Die Tatsachen, dass immer mehr Reedereien an diesem Ausbildungskonzept teilnehmen möchten und dass bereits Wartelisten für die nächsten Lehrgänge existieren, bestätigen seinen Erfolg. - nig

Stand: September 2017

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aktualisiert am:  16.September 2017

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