Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven - Maritime College
Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven  -  Maritime College

07.04.2017 / 26 Absolventen zum Schiffsmaschinisten

 

 

 

 

 

Normalerweise sind zurzeit viele negative Schlagzeilen über die Handelsschifffahrt zu lesen. Doch dass

der Beruf des Schiffsoffiziers immer noch hohe Attraktivität genießt, zeigt sich an unserer Seefahrtschule hier in Cuxhaven.  

Hier konnten  kürzlich 2 weiblichen und 24 männlichen Absolventen die Abschlusszeugnisse und Befähigungszeugnisse zum Schiffsmaschinisten bis 750 kW aushändigt werden. Dieses Patent ist aktuell wieder sehr begehrt unter den Seeleuten. Der Schiffsmaschinist berechtigt zum Leiten von

Maschinenanlagen bis zu 750 kW, das sind rund 1000 PS. Anlagen dieser Größenordnung werden auf kleineren Schiffen im Seebäderdienst, in der Fischerei, im Offshore-Bereich, bei der

Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger, beim Lotsbetriebsverein und in vielen Behörden eingesetzt.

Eingangsvoraussetzungen für diesen Lehrgang sind zum Beispiel die Berufsabschlüsse zum Schiffsmechaniker oder zum Schiffsbetriebstechnischen Assistenten mit Seefahrtzeit als Offiziersassistent. Auch für Inhaber mit nautischen Befähigungszeugnissen und entsprechender Metallausbildung ist dieser Abschluss attraktiv, da sie dadurch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern.  

Der verabschiedete Lehrgang wurde von Januar bis April durchgeführt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeichneten sich durch ihr zielstrebiges Lernen und guten Teamgeist aus. Eine besondere Auszeichnung für ihre Leistungen erhielten die Herren Christopher Kröger, Torsten Staffeldt und Deniz Yaylagül durch die „Gesellschaft der Freunde und Förderer der Seefahrtschule e.V.“ Die aufgeführten Lerninhalte sind durch die Fachlehrerin und Fachlehrer mit der Note „sehr gut“ bewertet worden.

 (R. Rothe / nig)

18.03.2017 – Cuxhavener Nachrichten /  Thomas Sassen

Küstenfischer mit Patent haben Zukunft

Der Nachwuchs der deutschen Krabbenfischerei: Seit Freitag haben diese Fischer ein Patent für die Kleine Küstenfischerei. Damit dürfen sie bis zu 30 Seemeilen vor der Küste fischen.

Cuxhavener Nachrichten  -  Samstag, 28.01.2017

"Den geilsten Job der Welt"

Sie wissen um den Wert ihrer Ausbildung: Die Absolventen des Wintersemesters 2016 /2017 der Cuxhavener Seefahrtschule und ihre Ausbilder blicken mit Zuversicht in die Zukunft der maritimen Branche. Foto: Felix Weiper

Seefahrtschule bewegen? MAN kann

 

Der Slogan für Stadionwerbung der Omnibus-Sparte passt auch für die Schiffsdiesel-Sparte der MAN Diesel und Turbo. Das Abschlusssemester 2016 Technik der Seefahrtschule fuhr unter der Leitung der Lehrkräfte F. Mäth und H. Christiansen nach Dänemark.

Erstes Ziel war die MAN PrimeServ Academy in Kopenhagen.

Nach kurzer Einweisung in die örtlichen Gegebenheiten und einem Safetybriefing ging es schnell in die sonnendurchflutete gläserne Halle. Tageslicht beim Arbeiten an 2 Takt-Schiffsmotoren war den meisten neu.

Schnell wurde klar, dass es sich nicht um eine langweilige theoretische Fortbildung handelte. Gruppen wurden eingeteilt und die Arbeitskleidung angelegt. Mehrere Stationen mit unterschiedlichen Aufgaben standen bereit. Das Highlight bildete eine Praxisübung, die die Seefahrtschule mit eigenen Mitteln nicht anbieten kann: das Aufnehmen des Kreuzkopfes, welches sich als nicht „mal eben gemacht“ herausstellte. Die Zeit verging sehr schnell und eh' man sich‘s versah, war der „Besuch“ leider schon zu Ende.

Zweites Ziel war die MAN PrimeServ Academy in Holeby

Auch hier war der Tag straff geplant. Nach der Einweisung gab es eine kleine Vorstellung der MAN Turbo und Diesel Motorenpalette und dann wurden die Finger ölig. Die Aufgaben waren andere als in Kopenhagen, da es hier um Gensets (Motor mit Generator) ging. Unter anderem wurden Einspritzdüsen gezogen und abgedrückt. Am Ende stand das Starten der Motoren an. Sie liefen und die Arbeit war getan. Ein Blick auf die Uhr und auch dieser Tag war wie im Flug vergangen.

Abschließend waren es 2 Tage in Dänemark, die gerne hätten länger sein können. Die Ausbilder hatten ihren Job sehr gut gemacht und in der Kürze der Zeit ein Maximum an Wissen vermittelt. Selbst bei kleineren Aufgaben wurden noch Tricks und Kniffe ‚verraten‘.

An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal bei allen Beteiligten und hoffen, dass es den folgenden Semestern auch ermöglicht wird, diese außergewöhnliche Weiterbildung genießen zu dürfen.

 

P. Adam (C4 /2016)

23.06.2016

Absolventen des Sommersemesters 2016

27.01.2016

Unsere Absolventen des Wintersemesters 2016

Mitarbeiter sowie Vorstand des Fördervereins: Schriftführer Oliver Fuhljahn, FSJler Robin Quabeck (18), Diakon Martin Struwe, stellvertretender Vorsitzender Gerd Frerichs, Vorsitzender Ulrich Getsch und Schatzmeister Hans-H. Brüggemann Foto: Sassen

Förderverein     12.10.2015                                                                                                    

Ein guter Platz für Seeleute an Land
Neuer Förderverein unterstützt Cuxhavener Seemannsmission bei ihrer Arbeit
Gute Betreuung auch ein Wirtschaftsfaktor

von THOMAS SASSEN, Cuxhavener Nachrichten


CUXHAVEN. Sie sind oft genauso fremd wie Kriegsflüchtlinge, sprechen ebenso wenig die Landessprache und haben kaum Zeit, sich in der Stadt zu orientieren. Die Rede ist von der zunehmenden Zahl ausländischer Seeleuten, die dank des wachsenden Hafenumschlags in Cuxhaven landen. Und das oft nur für Stunden.
Diese Menschen dennoch gut zu betreuen, haben sich Seemannsdiakon Martin Struwe und seine Mitarbeiter Martina Schindler und Robin Quabeck sowie sechs Ehrenamtliche der Cuxhavener Seemannsmission vorgenommen. Einkaufen, Telefonkarten besorgen, andere Menschen treffen, ein kurzer Ausflug oder Stadtbummel, das sind Wünsche der Besatzungen. Seit März 2015 erhalten Struwe und sein Team Unterstützung von einem Förderverein. Oberbürgermeister Ulrich Getsch fördert die Arbeit und hat sogar den Vereinsvorsitz übernommen. Die Seemannsmission bekannter zu machen, hat sich Oliver Fuhljahn als Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit vorgenommen. Er managt bei Cuxport das Autogeschäft und verfügt über die besten Kontakte in die Hafenwirtschaft. Sein Engagement im Verein basiert auch auf wirtschaftlichen Überlegungen.
Fühlen sich die Seeleute wohl, läuft es auf den Schiffen und im Hafen besser. Das spricht sich bei den Reedern herum, die dann gerne wiederkommen.
Ziel ist es, die Arbeit auf eine breitere Basis zu stellen, Einzelpersonen und Firmen als Mitglieder und zusätzliche Ehrenamtliche für Schiffsbesuche zu gewinnen. Bislang finanziert sich die Arbeit in erster Linie aus den Zuwendungen der Landeskirche an den Trägerverein der vier niedersächsischen Seemannsmissionen mit Sitz in Hannover.
Dazu kommen die freiwilligen Abgaben der Reedereien von etwa drei bis 20 Euro pro Schiffsanlauf. Die Gesamtzuwendungen reichen zwar, um den Grundbetrieb im Seemannsheim im Grünen Weg mehr schlecht als recht aufrechtzuerhalten, nicht aber, um die dringend benötigte zweite Kraft dauerhaft zu finanzieren. Mit den zusätzlichen Mitgliedseinnahmen sowie Spenden soll nun die Stelle von Martina Schindler langfristig abgesichert werden. Die 31-Jährige gilt als Fachfrau für Seemannsfragen. In ihrem Soziologiestudium hat sie sich mit dem Thema Piraterie intensiv beschäftigt. Ihre auf zwei Jahre befristete Stelle würde in einem Jahr auslaufen. Die Cuxhavener Seemannsmission hat sich einen guten Ruf erarbeitet, wurde 2014 sogar besonders ausgezeichnet.
4000 Kontakte in 2014
In der Statistik finden sich 4000 Kontakte und 2000 Besuche im Seemannsheim für das vergangene Jahr. Für den Transfer stehen ein Kleinbus und ein Pkw zur Verfügung, wichtig, weil der Hafen wächst und die Wege länger werden. Für die Renovierung der Klubräume hat das Bundesarbeitsministerium jetzt 6000 Euro zur Verfügung gestellt. Der Ersatz der fast 40 Jahre alten Erstmöblierung soll aus Spenden des Vereins bezahlt werden. Zahlreiche weitere Verbesserungen, wie zum Beispiel Leihräder für Seeleute, sind im Gespräch.

23.Juli 2015 – Cuxhavener Nachrichten / Thomas Sassen

 

Patente Männer wollen jetzt auf See

CUXHAVEN.  „Sie haben viel gelernt, besitzen ab heute ein Patent – machen Sie etwas daraus!“ So lautete der Rat des ehemaligen Seefahrtschülers Andree Hessling (49), heute technischer Inspektor bei der Bugsier-Reederei. Er nutzte als Festredner die Feierstunde, um anhand seines eigenen beruflichen Werdegangs aufzuzeigen, was mit einer seemännischen Ausbildung alles möglich ist, wenn auch mit einigen Umwegen.

Ein bisschen Zuspruch konnten die meisten Absolventen gut gebrauchen. Nur die Hälfte hat bisher einen Job gefunden. Die Krise in der Seeschifffahrt hat inzwischen dafür gesorgt, dass unter dem Kostendruck alle deutschen Reedereien ihre deutschen Seeleute entlassen haben, weil sie mit Ausländern billiger fahren.

Regierung soll helfen

Einen Ausweg sieht Schulleiter Rudolf Rothe, wenn die Bundesregierung sich dafür einsetzen würde, dass Seeleute von Steuern und Sozialversicherungsabgaben befreit würden, wie es in anderen Ländern der Fall ist. Große Hoffnungen setzen Rothe und der Deutsche Nautische Verein auf die Nationale Maritime Konferenz am 19. und 20. Oktober in Bremerhaven. Andernfalls ist deutsches Personal, trotz bester Ausbildung, fast chancenlos auf dem Arbeitsmarkt.

Das Problem besteht vor allem für die Berufsanfänger. Sie finden zurzeit keine Schiffe auf denen sie ihre Patente ausfahren können. Das gilt inzwischen sowohl für die Techniker als auch für die Nautiker. Und das Bundesverkehrsministerium erleichtert den Einstieg auch nicht gerade, weil das BSH nur große Schiffe zum Ausfahren des Patents akzeptiert. Kleinere, wie die Schlepper der Reederei Wulf beispielsweise, dagegen nicht.

Vergleichsweise gute Chancen bietet die Küsten-und Hochseefischerei. Die Reedereien Kutterfisch und Parlevliet suchen Nachwuchs mit großem Patent. Jan Hendrik Kreppert, der einzige Absolvent dieses Jahrgangs konnte an der Feierstunde schon nicht mehr teilnehmen, weil er bereits mit dem Trawler „Jan-Maria“ auf Fangfahrt ist.

Um den an den Berufsbildenden Schulen in Saßnitz ausgebildeten Fischwirten und Kapitänen der Kleinen Küstenfischerei Aufstiegschancen aufzuzeigen, hat Rothe kürzlich eine Kooperation mit der Partnerschule auf Rügen unterzeichnet. Der Direx und sein Kollegium nutzen derzeit alle Möglichkeiten, um den sinkenden Studentenzahlen mit innovativen neuen Angeboten entgegenzuwirken.

Platz und moderne Technik

Die Ausbildungsmöglichkeiten sind auch dank des Neubaus mit modernen Simulatoren für Brücke und Maschine (die bald auch kombiniert gefahren werden können) besser denn je. Gerade im Techniklabor konnte in den vergangenen Tagen ein Durchbruch erzielt werden. Den Lehrern Frank Mäth, Heiko Christiansen und Christian Herrmann ist es gelungen, einen von den Motorenwerken Bremerhaven überlassenen Gasmotor in der Schule zum Laufen zu bringen, an dem künftig ausgebildet werden wird.

Von Thomas Sassen

31.Januar 2015 - Cuxhavener Nachrichten / Thomas Sassen

Schauen Sie im Ausland nach Chancen

 

CUXHAVEN Diese Hürde haben sie genommen, alle Prüfungen bestanden, das Patent in der Tasche. Mit einer Abschlussfeier ließen Schulleiter und I{lassenlehrer am Freitag 48 Nautiker und Techniker von der Seefahrtschule.Der Rat eines alten Hasen in seiner Festrede: ,,Die Situation ist schwierig, nehmen sie es sportlich, lernen Sie Sprachen und schauen Sie sich nach Chancen im Ausland um." EIf Absolventen erhielten das Nautische Patent für Große Fahrt, 14 das Technische Patent für Große Fahrt, einer das Patent für die Große Hochseefischerei und acht das Maschinenpatent bis 750kW.

05.12.2014 /  14 neue Absolventen zum Schiffsmaschinisten

Kürzlich konnte die Staatliche Seefahrtschule 14 jungen Männern das Abschlusszeugnis zum Schiffsmaschinisten bis 750 kW aushändigen.  Dieser Lehrgang führt zu einer begehrten Befähigung unter den Seeleuten. Der Schiffsmaschinist berechtigt zum Leiten von Maschinenanlagen bis 750 kW, das sind rund 1000 PS. Anlagen dieser Größenordnung werden auf kleineren Schiffen in der Fischerei, im Offshore-Bereich oder in vielen Behörden eingesetzt.

Eingangsvoraussetzungen für diesen Lehrgang sind zum Beispiel die Berufsabschlüsse zum Schiffsmechaniker oder zum Schiffsbetriebstechnischen Assistenten mit Seefahrtzeit als Offiziersassistent. Auch für Inhaber mit nautischen Befähigungszeugnissen und entsprechender Metallausbildung ist dieser Abschluss attraktiv, da sie dadurch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern.

Der verabschiedete Lehrgang dauerte fast vier Monate und die Teilnehmer zeichneten sich durch ihr zielstrebiges Lernen aus. Eine besondere Auszeichnung für seine Leistungen erhielt Herr Reinkowski durch die „Gesellschaft der Freunde und Förderer der Seefahrtschule e.V.“: alle aufgeführten Lerninhalte sind durch die Fachlehrerin und Fachlehrer mit der Note „sehr gut“ bewertet worden.

 

Folgende Teilnehmer erhielten den Abschluss „Schiffsmaschinist 750 kW“:

Ingo Bolduan, Hemmoor; Berndt Marcus Fulfs, Dornumersiel; Daniel Gil, Bous; Sven Gruber, Braak; Carsten Wilhelm Ihnken, Hornumersiel; Niels Kagelmacher, Cuxhaven; Heiko Kopf, Nordholz; Tom Oldenburg, Ottersberg; Mike Frank Redmann, Cuxhaven; Johannes Ulrich Carl Reinkowski, Bremen; Christoph Rieken, Aurich; Jeffrey Rieken, Schortens; Elmar Thomßen, Esens; Tim von Allwörden, Drochtersen.

                                                                                                                                                                         ( Rothe / nig )

Donnerstag, 31.07.2014  -  Cuxhavener Nachrichten / Maren Reese-Winne

Bezug zur Praxis ist eine große Stärke

CUXHAVEN. Der Weg in den Beruf  oder in eine weitere Hochschulausbildung ist frei: 64 Männer erhielten am Mittwoch in der Staatlichen Seefahrtschule Cuxhaven ihre nautischen oder technischen Befähigungszeugnisse.

01.07.2014  - Deutsches Schiffahrtsmuseum unterzeichnet Kooperationsvertrag mit Staatlicher Seefahrtschule Cuxhaven

 

Das Deutsche Schiffahrtsmuseum (DSM) und die Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven (SFC) wollen zukünftig enger zusammenarbeiten. Dafür unterzeichneten jetzt beide Institutionen einen Kooperationsvertrag. Das Ziel: Die seit 2012 bestehende DSM-Projektarbeit für SFC-Auszubildende und -Studierende dauerhaft zu etablieren. Langfristig soll darüber hinaus auch ein gemeinsames Ausstellungsprojekt im DSM zur Geschichte der seemännischen Berufsausbildung entstehen.

»Das DSM vermittelt unseren angehenden Wachoffizierinnen und -offizieren, Schiffsmaschinistinnen und -maschinisten sowie Kapitäninnen und Kapitänen seit gut zwei  Jahren den Zusammenhang zwischen historischen Ereignissen und Entwicklungen sowie der gegenwärtigen Situation der deutschen Schifffahrt«, sagt Rudolf Rothe, Schulleiter der SFC. Diese Zusammenarbeit funktioniere so gut, dass sich das DSM jetzt gern für eine dauerhafte Kooperation mit der SFC entschlossen hat, ergänzt Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Geschäftsführende Direktorin des DSM.

(Weiter über folgenden Link)

18.06.2014  -  copyright  Cuxhavener Nachrichten / Thomas Sassen

Moderne Ausbildung für Seeleute

 

Die Ausbildung des seemännischen Nachwuchses findet in Cuxhaven jetzt unter deutlich verbesserten Voraussetzungen statt. Mit einem Tag der offenen Tür wurde gestern der Neubau der Staatlichen Seefahrtschule eingeweiht. Das neue Gebäude mit Simulatoren für Brücke, Maschine, Funk und Radar-Unterrichtsräumen, sowie einer Schiffsmotorenwerkstatt befindet sich auf der Rückseite des ebenfalls sanierten Altbaus am Cuxhavener Seedeich.                                        Foto Sassen

04.04.2014 - Cuxhavener Nachrichten / Thomas Sassen

 

CUXHAVEN. In den Genuss der neuen Unterrichtsräume und des hochmodernen Brückensimulators kommen die fünf jungen Männer nicht mehr, die am Mittwoch ihre Kapitänspatente für die Kleine Hochseefischerei (BK) in einer Feierstunde ausgehändigt bekamen. Sie absolvierten ihren 12-wöchigen Lehrgang inmitten der Großbaustelle, die der Altbau der Cuxhavener Seefahrtschule noch immer ist. Dafür wartet jetzt die offene See.

Für das schwierige Lernumfeld mit Beeinträchtigungen, Schmutz und Baulärm entschuldigte sich Schulleiter Rudolf Rothe bei den angehenden Hochseefischern ausdrücklich. „Sie haben es trotz dieser Widrigkeiten geschafft. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen immer gute Fahrt und vor allem immer volle Büdel“.

Und noch eine Bitte gab der Schulleiter den Kutterkapitänen mit auf den Weg: „Schmeißt Netzreste bitte nicht über Bord. Die Meere sind mit Plastikresten schon heute so zugemüllt, dass sich die Kunststoffe in den Mägen der Fische wiederfinden. Und die sterben am Ende dann daran.“

Das sei eines von einer ganzen Reihe von Problemen, vor denen die Fischerei derzeit stehe, so Rothe, der es aktuell gar nicht schlecht gehe. Dagegen sähe es mit den Bewerberzahlen derzeit nicht besonders rosig aus, erklärte Rothe.

Die Nachwuchsausbildung für die deutsche Hochseefischerei sei deshalb ein sehr wichtiges Standbein auch der Cuxhavener Seefahrtschule. „Wir sind die einzige Schule in Deutschland, an der noch alle Fischereipatente erworben werden können. Damit das auch in Zukunft so bleibt, braucht die Fischerei in Deutschland insgesamt eine Zukunft“, so Rudolf Rothe.

Zu den ersten Gratulanten gehörte Jörg Petersen, Geschäftsführer der Kutterfisch-Erzeugergemeinschaft aus Cuxhaven, einer der wichtigsten Arbeitgeber für die deutschen Kutterfischer mit sechs eigenen Schiffen.

Für Petersen und seine Kollegen wird es immer schwieriger, geeigneten Nachwuchs für den harten Job auf See zu finden, der die inzwischen verkürzte mehrjährige Ausbildung bis zum Patent für die Kleine Hochseefischerei (BK) durchsteht.

Der 21-jährige Cuxhavener Eric Keßler hat es geschafft. Er ist schon am nächsten Tag auf dem Cuxhavener Kutter „J. von Cölln“ eingestiegen und fischt nun unter der Südküste Norwegens. Eine Riesenverantwortung wartet damit auf Keßler und seine Kommilitonen, die Fischereifahrzeuge jeder Größe und Motorleistung in Nord- und Ostsee als Nautiker fahren dürfen.

Ihre Erfahrung haben die jungen Männer meist auf kleineren Kuttern in der Küsten- und Krabbenfischerei gesammelt, von denen es immerhin noch rund 250 bis 300 in Deutschland gibt. Als entscheidende Voraussetzung für die Zukunft der deutschen Fischer sieht Petersen die dringend notwendige Modernisierung der deutschen Fischereiflotte. Die Schiffe der Kutterfisch-Zentrale haben inzwischen ein Durchschnittsalter von rund 30 Jahren.

Von Thomas Sassen

25.01.2014 - Cuxhavener Nachrichten / Kai Koppe


Absolventen sind gerüstet für den Alltag an Bord


Mehr als 40 Seefahrtschüler erhielten ihre Befähigungszeugnisse

Patentverleihung diesmal in der neuen Maschinenhalle

Zeitungsartikel mit Bild und Namensliste im pdf-Format
Klassenfotos vom Semesterschluss

31.07.2013 - Cuxhavener Nachrichten / Patrick Weisheit

 

Endgültiges Ende einer Ära

 

Letzter Arbeitstag im Seemannsamt
Das Seefahrtsbuch wird abgeschafft


Zeitungsartikel mit Bild im pdf-Format

Artikel mit Bild auf cn-online.de

26.06.2013 - Cuxhavener Nachrichten / Kai Koppe


Abschluß des Sommersemesters

Seefahrtschüler erhielten ihre Patente


CUXHAVEN. 55 Absolventen der Staatlichen Seefahrtschule können sich seit Mittwoch nicht nur über das Erreichte freuen, sondern haben darüber hinaus allen Grund, hoffnungsfroh in die Zukunft zu blicken. Sie sind wieder konkurrenzfähig!: Diese Botschaft gab Schulleiter Rudolf Rothe den scheidenden Nautikern, Schiffstechnikern und schiffsbetriebstechnischen Assistenten (SBTAs) mit auf den Weg.
Anlass für so viel Optimismus ist ein Entschluss des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), die maritime Ausbildung gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi mit erheblichen Mitteln zu unterstützen. Ziel: Die Position des heimischen maritimen Nachwuchses gegenüber Mitbewerbern anderer Nationalitäten zu stärken. Während die Ausbildung von Schiffsmechanikern, Technischen Offiziersassistenten und Nautischen Offiziersassistenten mit bis zu 14000 Euro jährlich gefördert werden soll, subventioniert die Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland das für Patent-Neulinge bedeutsame Ausfahren mit bis zu
25200 Euro im Jahr.
Bekenntnis zur Ausbildungsförderung
Trotz der schwierigen Lage bekennen sich die Reeder zur Ausbildungsförderung, bilanzierte Rothe, der den Schulabgängern zuvor eine echt starke Leistung attestiert hatte: Nach zwei Jahren Büffelei erhielten sie mit dem Ende des laufenden Sommersemesters die angestrebten Befähigungszeugnisse. Sehnsucht nach dem weiten Meer habe die Seefahrtschüler (und -schülerinnen) in Cuxhaven zusammengeführt – daran erinnerte am Mittwoch einer aus ihrer Mitte: Der frisch gebackene Nautiker Andreas Rotterdam hält wie seine Kommilitonen endlich die Eintrittskarte zu einem Traumberuf in der Hand. Allerdings wird der Job auf der Brücke oder in der Maschine im Alltag mit allerhand Entbehrungen verbunden sein – das betonte der SPD-Landtagsabgeordnete Uwe Santjer, Festredner der Veranstaltung in der Schulaula (musikalische Begleitung der Feier: Thomas Friedrichs). Ich will ihnen danken, dass Sie das auf sich nehmen, sagte Santjer.
Als Sohn eines Fischers kennt Santjer nach eigenen Worten die Belastungen, die Seefahrt für Angehörige bedeutet. Dass es ihnen gelinge, die Waage zu halten wünschte der Abgeordnete den Nachwuchskräften, nachdem er zuvor den Einsatz von Schulleiter Rothe gewürdigt hatte. Dass wir in Cuxhaven mit der Seefahrtschule so weit gekommen sind, ist ganz entscheidend auch Ihnen zu verdanken, sagte Santjer auf den im Herbst bezugsfertigen Schulerweiterungsbau anspielend. Selten habe ich das Gefühl gehabt, dass so viele Zusagen gemacht und so wenige eingehalten worden sind, kommentierte der SPD-Politiker die unstete Geschichte des mit Landes- und EU-Mitteln geförderten Projektes.

 

Von Kai Koppe

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Fotos vom Semesterschluss


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aktualisiert am:  08.April 2017

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